Mythos: „Es gibt keine Klimakrise und keinen Klimawandel“

Leider ist das Gegenteil der Fall. Die Auswirkungen der Klimakrise sind bereits heute massiv spürbar und fordern bereits Todesopfer, auch in Wien. Der Juni 2019 war weltweit der heißteste jemals gemessene Monat überhaupt. Eine aktuelle Studie geht davon aus, dass die sommerliche Maximaltemperatur in Wien bis 2050 um 7,6 Grad C steigen wird. Die Folgen sind gravierend. Das Sommerklima Wiens entspricht dann dem der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje, einer rund 1.000 Kilometer südlicher gelegenen Stadt. Was kann die Stadt tun, um auf diese Entwicklung vorbereitet zu sein?

Erstens reduziert die Stadt die eigenen Klimagasemissionen von Jahr zu Jahr: Umstellung des Energiesystems auf nachhaltige Energiequellen, Förderung umweltfreundlicher Mobilität wie Öffis, Radfahren, zu Fuß Gehen.

Zweitens geht es darum, die Stadt auch baulich auf die hohen Temperaturen vorzubereiten. Die Stadt pflanzt in den kommenden Jahren 10.000 neue Bäume, stattet Straßen und Plätze mit Brunnen und kühlenden Nass aus und sorgt für Beschattung. Für weitere Hitzeperioden sind Maßnahmen wie der Zugang zu gekühlten Aufenthaltsräumen anzudenken. Und vielleicht bedeutet das auch, dass in Wien die Siesta eingeführt wird, wie wir sie aus Spanien oder Italien kennen.